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Praxis für Ästhetische Faltenbehandlung

Hyaluron statt Botox®Botox® befand sich lange in einer rechtlichen Grauzone

Was ist Botulinumtoxin?

Botulinumtoxin Typ A ist den meisten Menschen als Botox® bekannt. Botulinumtoxin Typ A ist ein Protein, das aus dem Bakterium Clostridium botulinum gewonnen wird. In der Wissenschaft sind bisher sieben Variationen des Botulinumtoxins bekannt. Die sogenannten Serotypen A, B, C, D, E, F und G. In der Medizin wird vor allem Botulinumtoxin Typ A als hochwirksames verschreibungspflichtiges Medikament eingesetzt. Das Arzneimittel ist heute in über 70 Ländern für mehr als 20 verschiedene Indikationen zugelassen.

Botox® wurde lange unzulässig zur Faltenbehandlung eingesetzt

Das Botulinum Toxin A bewirkt eine zeitlich befristete Lähmung der injizierten Muskeln, was zu einer Straffung der sogenannten Glabellahaut (Zornesfalten) führen kann.
Für kosmetische Behandlungen war die Anwendung von Botulinumtoxin in Deutschland lange nicht zugelassen und eine Anwendung somit eigentlich illegal. Einen rechtlich akzeptierten Spielraum für eine Behandlung schafften sich Ärzte allerdings dadurch, wenn sie ihre Patienten über Risiken und Nebenwirkungen eines nicht zugelassenen Medikaments aufklärten. Selbstverständlich ließen sich die Ärzte das in der Regel durch eine Einverständniserklärung des Patienten vor der Behandlung dokumentieren.

BOTOX® in der Faltenbehandlung

Botulinumtoxin Typ A entspannt Muskeln.

Das dabei wohl bekannteste und am besten untersuchte Arzneimittel ist Botox® von der Firma Allergan.

Botulinumtoxin-Präparate in der ästhetischen Medizin

In der ästhetischen Medizin gib es mittlerweile verschiedene Botulinumtoxin-Präparate. Dabei handelt es sich allerdings immer um den gleichen Wirkstoff - Botulinumtoxin, kurz Botox®.

In Deutschland sind seit 2006 einige Botulinumtoxine für Anwendungen im kosmetischen Bereich zugelassenen. Allerdings ausschließlich zur Behandlung von den Zornesfalten (Glabellafalten) bei Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren.

Botox® / VISTABEL® von Pharm Allergan, eine US-amerikanischen Firma. Das Botulinumtoxin wurde im Jahr 2006 unter dem neuen Namen VISTABEL® zugelassen. Im Unterschied zum Original-Botox wurde die Wirkstoffmenge (Darreichungsform) halbiert und damit eine Zulassung für ästhetische Behandlungen erreicht.

Azzalure® von Galderma, ein französisch-schweizerischer Pharmakonzern, seit April 2009 zugelassen. Azzalure unterscheidet sich durch den schnelleren Eintritt des Botoxeffekts. Bereits zwei Tage nach der Behandlung mit Azzalure ist eine Muskelschwächung wahrnehmbar.

Bocouture® von Merz, einer deutschen Pharma-Firma, seit April 2009 zugelassen. Bocouture enthält das muskelrelaxierende Eiweiß in Reinform ohne unwirksame Fremdproteine.

Botox® ist eine nur eine allzu giftige Alternative zur Hyaluronsäure

Das Bakteriengift Botulinumtoxin wird gern als Zaubermittel gegen Falten angepriesen. Tatsächlich wirkt die Haut nach einer Behandlung mit Botox® sehr straff. Doch welchen Preis muss der Patient zahlen? So ist Botox® in Nahrungsmittel für Menschen hochgiftig. Im Gesicht entspannt oder besser lähmt das Nervengift die Muskeln. Dadurch können zwar die "Zornesfalten" auf der Stirn und die "Krähenfüße" um die Augenwinkel herum verschwinden, aber eben auf unnatürliche Weise. Das Gesicht kann nach Botox-Behandlungen durch die Lähmungserscheinungen wie versteinert oder massenhaft wirken.

Dosis facit venenum - Die Dosis macht das Gift - Paracelsus (1493 - 1541)

Das der Mensch keine unmittelbaren Schäden erleidet, liegt an der geringen Dosis, die verabreicht wird, aber mögliche Langzeitschäden durch Botox® sind nicht auszuschließen. Dieses Botox-Spätfolgen-Risiko trägt der Patient letztendlich allein.

Sichtbare Effekte treten bei der Botox-Behandlung gegen Falten oft erst nach bis zu fünf Tagen ein. Das Endergebnis tritt in der Regel erst nach 10 Tagen ein. Mediziner gehen dann von einem Wirkungsradius von bis zu 6 Monaten aus. Um die Faltenglättung mit Botox® aufrechtzuerhalten, muss alle 3 bis 6 Monate wieder mit Botox® nachbehandelt werden.

Doch da die Haut mindestens einen Regenerationszyklus von 4 bis 6 Wochen zur vollständigen Erneuerung benötigt, wird das eigentliche Optimum der Botoxbehandlung erst nach mehreren Wochen sichtbar. Die Stirnfalten, wie Sorgenfalten und Zornesfalten (Gabellafalten), verschwinden sozusagen nicht durch das injizierte Botox®, sondern nur durch die Entspannung der ständig kontrahierten Stirnmuskulatur.

Kombination Botox® und Hyaluron

Wenn eine extrem starke Mimik und eine dadurch ständig aktive, kontrahierte Stirnmuskulatur zu tief eingegrabenen Falten auf der Stirn geführt hat, kann Botox® mit der Muskelentspannung helfen. Um eine ständige Botox-Wiederholungsbehandlung zu vermeiden, sollte für eine langfristige Glättung der Stirnfalten, wie Sorgenfalten und Zornesfalten, zusätzlich eine Behandlung der Stirnfalten mit Hyaluronsäure durchgeführt werden.

Botox® Risiken und Gegenindikationen

Von entscheidender Bedeutung ist die Qualifikation des behandelten Arztes. Bei einer zu hohen Botox-Dosis kann die Behandlung zu unschönen Missgestaltungen (zur presse) führen, die monatelang sichtbar bleiben.

Wichtig ist, dass Patienten sich vorab gut informieren. Vor sogenannten Botoxparties oder Billigangeboten zur Faltenbehandlung mit Botox®, muss ausdrücklich gewarnt werden.

Kein noch so guter Behandler kann und wird Garantien für ein gutes Ergebnis einer Botox-Falten-Behandlung geben. Jedes Injizieren von Botuliumtoxin kann Nebenwirkungen hervorrufen, die nie zu 100% ausgeschlossen werden können.

So kann Botulinumtoxin mit bestimmten Medikamenten zu negativen Wechselwirkungen führen. Bei der Einnahme von Antibiotika aus der Aminoglykosid-Gruppe und Medikamenten zur Malariaprophylaxe kommt eine Botoxbehandlung nicht infrage, ebenso wenig bei Muskel- und Nervenerkrankungen. Auch Schwangere und Stillende sollten darauf verzichten.

Bitte informieren Sie sich ausführlich vor jeder Botox-Behandlung bei Ihrem Arzt.

Botulismus - Botulinumtoxin

Botulismus ist eine schwere Nahrungsmittelvergiftung und kann lebensbedrohlich sein. Ansteckend ist die Krankheit nicht. Botulinumtoxin (Botulismustoxin) - ein Stoffwechselprodukt des Bakteriums Clostridium botulinum - ist die Ursache der Erkrankung. Dieses Bakterium kann unter Luftabschluss auskeimen und das gefährliche Gift (Toxin) bilden. Es zählt zu den giftigsten in der Natur vorkommenden Stoffen und bewirkt schwere Nervenstörungen, die zum Tod führen können.